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AOL-Studie: Sicherheit im Internet - Realität oder Rarität?

Michael Doh, Deutsches Zentrum für Alternsforschung (DZFA)
Quelle: AOL vom 20.05.03

Logo: AOL Deutschland
Kein Medium hat in so kurzer Zeit einen so bedeutenden Platz im Alltagsleben der Menschen eingenommen, wie das Internet. Sicher aufgehoben fühlt sich allerdings nur jeder Vierte im weltweiten Datennetz. Das ergab eine Umfrage im April/Mai 2003 des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit und AOL Deutschland.

So haben 65 Prozent der Befragten schon schlechte Erfahrungen im Internet gemacht. Vor allem das Empfangen von ungewollten Massen-Emails (Spam) und Viren verunsichert die Internet-Nutzer.

Beim Thema Sicherheit sieht sich jeder Zweite selbst in der Verantwortung. Für 66 Prozent der Internet-Nutzer kann keine Software die Kompetenz und den Menschenverstand des Nutzers ersetzen. Trotzdem verwendet die überwiegende Mehrheit zusätzlich mindestens eine elektronische Schutzmöglichkeit. Am häufigsten werden Virenscanner (76 Prozent) eingesetzt, gefolgt von Datenverschlüsselungs-technologien (57 Prozent) und Dialer-Schutz-Programmen (52 Prozent). Ein Großteil der Online-Nutzer achtet zudem darauf, regelmäßig seine Daten zu sichern (57 Prozent) und keine persönlichen Informationen ins Internet zu stellen (52 Prozent). Auffällig ist, dass zwar 62 Prozent der Onliner angeben, selbstaktivierbare Spam-Filter zu kennen, aber nur 33 Prozent diese auch nutzen. Für 80 Prozent der Befragten ist das Thema Sicherheit ausschlaggebend bei der Wahl eines Providers.

Auch in Haushalten mit Kindern ist ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis feststellbar: Obwohl 75 Prozent der Befragten die Möglichkeit kennen, über Kindersicherungen Webseiten zu sperren, wendet nur ein Viertel diese Funktion auch an. Die Mehrheit der Eltern, 59 Prozent, glaubt, dass ihr Kind besser mit dem Internet umgehen kann als sie selbst. Dennoch behaupten 49 Prozent zu wissen, was ihr Kind im Internet macht. Über 40 Prozent der befragten Eltern lassen den Nachwuchs sogar allein surfen.

Es ist erfreulich, dass immer mehr Nutzer ihren Internet-Provider nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach Sicherheitskriterien aussuchen, kommentiert der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Alfred Tacke, die Umgfrageergebnisse, denn das wird der Entwicklung zu mehr Internet-Sicherheit zusätzliche Dynamik verleihen.

Die Studie belegt, wie wichtig Sicherheit für Internet-Nutzer ist. Wir bieten unseren Mitgliedern mit dem AOL-Sicherheitspaket eine Vielzahl von Hilfestellungen und Funktionen für den sicheren Umgang mit dem Internet, so Stan Laurent, Geschäftsführer AOL Deutschland, Sicherheit im Internet genießt bei AOL oberste Priorität.

Steckbrief der Untersuchung
Institut: TNS EMNID, Bielefeld
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit & AOL Deutschland
Grundgesamtheit: Deutsche Personen, 14 Jahre und älter, wohnhaft in privaten Haushalten mit Telefonanschluss innerhalb der Bundesrepublik Deutschland (63,8 Millionen Personen)
Erhebungsmethode: CATI (Computer Assisted Telephone Interview)
Stichprobe: 499 Interviews
Auswahlverfahren: Zufallsauswahl nach dem ADM-Mastersample-Verfahren
Feldzeit: 28.April bis 03. Mai 2003

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung.


Im Angebot der SDC seit 27.08.03 (mdo)

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Themenbereiche:
Forschung, Internetkritik, Mediennutzung allgemein


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